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Thüringen stellt 15 neue Schulpsychologen ein

BDP begrüßt gute Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium

Die Nachricht ist gut, leider war es aber wieder ein trauriger Anlass: Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie kündigte dieser Tage die Einstellung von 15 neuen Schulpsychologen an. Die Zahl der in Thüringen angestellten Schulpsychologen wird sich damit nahezu verdoppeln. Stefan Drewes, Vorsitzender der Sektion Schulpsychologie im BDP, sieht darin einen weiteren Beweis für die in den Bundesländern einsetzende Erkenntnis, dass der Einsatz von Schulpsychologen unverzichtbar für eine moderne Schullandschaft ist und die positiven Effekte schulpsychologischer Arbeit die Kosten bei weitem übertreffen.

Matschie hatte die gute Nachricht kurz nach der Entwarnung im Zusammenhang mit einer Bombendrohung für das Gutenberg-Gymnasium in Erfurt mitgeteilt. Die Schule war nach dem Bombenalarm sofort evakuiert und von der Polizei nach Sprengstoff abgesucht worden. Matschie würdigte das umsichtige Handeln von Schulleitung, Schulamt und Polizei sowie das engmaschige Informations- und Krisennotfallsystem, das nach dem Amoklauf 2002 an der gleichen Schule geschaffen worden war. „Der jetzige Vorfall hat gezeigt: Unser Warnsystem funktioniert“, sagte er.

Nach den Worten des Ministers bleibe die Vorbeugung gegen Gewalttaten an Schulen ein Gebot der Stunde. Zwar sei die Anzahl der schweren Delikte im vergangenen Jahr zurückgegangen, doch die Zahl der Körperverletzungen gestiegen. „Unsere Präventionsmaßnahmen haben einen umfassenden Charakter. Wir wollen an unseren Schulen ein Klima, in dem Gewalt keinen Platz hat“, so Matschie.

Schulpsychologen spielen in diesem Kontext für Matschie offenbar eine wichtige Rolle. Zwischenzeitlich hatte Thüringen 2009 erwogen, zur Beseitigung des Mangels an Schulpsychologen an der Universität Erfurt einen Master-Studiengang mit einem schulpsychologischen Schwerpunkt für Lehrkräfte aufzulegen, der mit einem Abschluss in „Schulpsychologie“ enden sollte. Die Behörde war davon ausgegangen, dass die Berufsbezeichnung „Schulpsychologe/in“ nicht geschützt sei. Der BDP-Vorstand und der Vorstand der Sektion Schulpsychologie haben damals sofort in enger Abstimmung reagiert, die gültige Rechtslage gegenüber dem thüringischen Bildungsministerium und der Universität deutlich gemacht und das Gespräch gesucht. Im Ergebnis ist der Studiengang nicht aufgelegt worden; die in diesem Jahr einzustellenden Schulpsychologen werden ausnahmslos ein Vollstudium in Psychologie mit Diplom- oder Masterabschluss besitzen. „Wir freuen uns, dass wir die Position des BDP zu einer fundierten Ausbildung von Schulpsychologen gegenüber dem Ministerium deutlich machen konnten und zu einer guten fachlichen Kooperation mit dem Ministerium gefunden haben“, sagt Stefan Drewes.

BDP-Pressemitteilung 3/2011 vom 19.1.2011

Christa Schaffmann, Pressesprecherin
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